Beschreibung Hiatamadl
Das Hiatamadl ist einer der meistgetanzten Volkstänze in Oberösterreich. Speziell Kinder und Jugendliche tanzen diesen Volkstanz bei nahezu jeder Veranstaltung. Ihn deshalb allerdings als reinen Kindertanz zu titulieren, wäre falsch.
1. Grundform - Ausgangsstellung
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Tänzer und Tänzerin in Gegenüberstellung, jedoch beide etwas in Tanzrichtung gewendet. Gewöhnliche Rundtanzfassung.
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Takt 1
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Im 1. Achtel unbelastetes Vorstellen der äußeren Füße (Bild). Nur die Ballen berühren leicht den Boden. Im 3. Achtel zurückstellen und belasten.
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Takt 2
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Ebensolches Vor- und Zurückstellen der inneren Füße.
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Takt 3 und 4
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Mit 4 Dreherschritten 2 Umdrehungen mit dem Uhrzeiger.
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Zur Ausführung der Grundtanzform
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Bei großem Platzmangel oder bei geringem Können empfiehlt es sich, den Dreher nur mit einer Umdrehung auszuführen.
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Bemerkungen zum Tanz
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In Österreich sowie in Bayern ist das Hiatamadl in zahlreichen Spielarten verbreitet. Sein Name leitet sich von dem bekannten Tanzlied ab, das zu manchen Ausführungsarten gesungen wird: "Das Hiatamadl mag i nit, hat koana dickn Wadln (oder Taler) nit, i mag a Madl aus der Stadt, das dicke Wadln (oder Taler) hat". Text ist auch in der Austro-Pop Szene vertreten.
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Quellenangabe
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- Aufzeichnungen und Beobachtungen von Peter Ilka in Henndorf, Salzburg
- Lager – Derchmidt – Österr. Tänze Unsere Grundformen
- A. Bauer, 20 bayerische Tänze, Zeitschrift f. Musikwesen, 10. Jg, 1928
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