{"id":1049,"date":"2025-09-14T22:23:12","date_gmt":"2025-09-14T20:23:12","guid":{"rendered":"https:\/\/trachtler.at\/?page_id=1049"},"modified":"2025-10-16T09:42:43","modified_gmt":"2025-10-16T07:42:43","slug":"die-maibaumtradition-in-der-landeshauptstadt-linz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/trachtler.at\/?page_id=1049","title":{"rendered":"Die Maibaumtradition in der Landeshauptstadt Linz\u00a0"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"175\" height=\"162\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb_hplz.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1050\" style=\"width:225px;height:auto\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>kann schon auf eine sehr lange Tradition zur\u00fcckgreifen. Aufzeichnungen zufolge kann das Maibaumaufstellen sogar bis in das 17. Jahrhundert r\u00fcckverfolgt werden. Die Gr\u00fcnde einen Maibaum aufzustellen haben sich allerdings in all den vielen Jahren oft gewandelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier versuchen wir \u00fcber das Brauchtum des Maibaumes in Linz ausf\u00fchrlich zu berichten. Im Jahre 1976 \u00fcbernahm unser Trachtenverband, offiziell vom Linzer B\u00fcrgermeister nominiert, als Instrument der Kulturszene Linz die Administration rund um das Maibaumaufstellen f\u00fcr die Stadt Linz. Seit dem Jahr 1979&nbsp;spendet j\u00e4hrlich eine O\u00d6 Gemeinde den Maibaum f\u00fcr die Landeshauptstadt Linz.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-75fe6b41 wp-block-group-is-layout-flex\" style=\"border-style:none;border-width:0px;min-height:188px;margin-top:var(--wp--preset--spacing--40);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--40)\">\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\"><a href=\"https:\/\/trachtler.at\/?page_id=1073\" data-type=\"page\" data-id=\"1073\">Bisherige Spendergemeinden des Linzer Maibaums<\/a><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"https:\/\/trachtler.at\/?page_id=1073\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"278\" height=\"117\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb_spender.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1051\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div><\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ihre Gemeinde m\u00f6chte der Landeshauptstadt Linz gerne einen Maibaum spenden? Bitte melden Sie sich unter <a href=\"mailto:office@trachtler.at\">office@trachtler.at<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Spenden von Privatpersonen oder Vereinigungen finden leider <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">keine Ber\u00fccksichtigung!<\/mark><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Maib\u00e4ume in Linz<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Aufstellen eines Maibaumes ist in unserer Landeshauptstadt Linz nicht nur dem Verband vorbehalten. Gerade in den einzelnen Stadtteilen werden Maib\u00e4ume durch unsere Mitgliedervereine aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Vereine zeichnen sich au\u00dferordentlich in den Detailsarbeiten zu diesen j\u00e4hrlich stattfindendem Brauchtum aus und arbeiten mit viel Liebe an Ihren Maib\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p>Man mu\u00df allerdings auch sagen, dass auch viele ausw\u00e4rtige Mitgliedervereine Maib\u00e4ume aufstellen. So wurde zum Beispiel der Trachtenverein Neuhofen an der Krems &#8222;Maibaumkaiser&#8220; des Jahres 2000.<\/p>\n\n\n\n<p>Maib\u00e4ume wurden wie folgt aufgestellt:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Heimatverein D` Innviertler z` Linz &#8211; Neue Heimat<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Trachtenverein D` Linzer Holzknecht &#8211; Bindermichl<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Heimat- und Trachtenverein Ebelsberg &#8211; Ebelsberg<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Trachtenverein Altst\u00e4dter Bauerngmoa &#8211; Innere Stadt<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"459\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb-standtorte-linz.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-1071\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><small><u>Urheber<\/u>: <\/small><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Benutzer:Dergreg:\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><small>Benutzer:Dergreg:<\/small><\/a><br><small>Lizenz (abgek\u00fcrzt \u201ecc-by-sa\u201c)<\/small><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Sehr zur Freude unseres Verbandes findet das Maibaumbrauchtum in den Stadtteilen gro\u00dfen Anklang und wird durch die Bev\u00f6lkerung gut angenommen. Speziell die Patenvereine Innviertler und Holzknecht arbeiten schon sehr lange immer gemeinsam beim Maibaumbrauchtum. Miteinander wird ausgesucht, geschnitten, transportiert, aufgestellt und beim Maifest auch gefeiert. Ein gutes Beispiel das es gemeinsam besser geht als alleine.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der Tatsache, dass Maib\u00e4ume immer wieder nicht brauchtumsm\u00e4\u00dfig gestohlen wurden (liegend, zus\u00e4gt, etc.) sowie der Tatsache, dass die Vereinsmitglieder immer \u00e4lter werden, haben sich die Vereine D&#8217;Innviertler z&#8217;Linz und Linzer Holzknecht (zu hohe Verwaltungsabgaben) im Jahr 2017 entschlossen, dieses Brauchtum nicht mehr in der Landeshauptstadt Linz durchzuf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Geschichte des Maibaumes und der Maibr\u00e4uche<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Geschichte des Maibaumes und der entsprechenden Maibr\u00e4uche&nbsp;ist eine sehr lange. Hier haben&nbsp;wir versucht, allgemeines&nbsp;Wissen \u00fcber das Brauchtum&nbsp;des Maibaumes zusammenzutragen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Maib\u00e4ume<\/h3>\n\n\n\n<p>Maib\u00e4ume haben eine komplizierte Geschichte. Der Brauch ist ja einigerma\u00dfen bizarr: Mitten im gr\u00fcnenden Fr\u00fchling werden B\u00e4ume gef\u00e4llt, entrindet, m\u00fchsam wieder aufgestellt, mit Kr\u00e4nzen und nahrhaften Troph\u00e4en beh\u00e4ngt, umtanzt und beklettert, rituell gestohlen und aufgeregt bewacht. B\u00e4ume aufzustellen ist f\u00fcr viele Anl\u00e4sse belegt: zu Weihnacht, zu Neujahr, zu Lichtmess, zu Pfingsten und eben auch im Mai. Der Maibaum-Brauch muss uralt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Maib\u00e4ume sind schon im 13. Jahrhundert urkundlich belegt. Man begegnet ihnen in fast ganz Europa, aber auch au\u00dferhalb. Die Symbolik ist vieldeutig: Vertreibung der b\u00f6sen Geister, Lob und R\u00fcge f\u00fcr die M\u00e4dchen im Dorfe und Ehrenbezeigung f\u00fcr die Honoratioren. Doch ihre wirkliche Geschichte ist eine politische Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Maibaum war einst ein Hexenbaum. Bei den Hexenverfolgern des 17. Jahrhunderts, die \u00fcberall und jederzeit, und besonders in der Walpurgisnacht vom 30. April zum 1. Mai, die Umtriebe der b\u00f6sen Geister vermuteten, fand der Maibaum besondere F\u00f6rderung. Der Stamm des Baumes musste dabei sorgf\u00e4ltig abgesch\u00e4lt sein, damit die \u201eHexen sich nicht unter der Rinde festsetzen\u201c k\u00f6nnen. Solcher Aberglauben war auch der Hauptgrund, dass das Maibaumsetzen von den Aufkl\u00e4rern des 18. Jahrhunderts h\u00e4ufig verboten wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>In Linz, um ein Beispiel zu nennen, war das Maibaumaufstellen seit 1733 untersagt. Die Amerikanische und die Franz\u00f6sische Revolution brachten ein Neuerwachen des Maibaumkults: Ausgehend von Boston, wo 1765 aus Protest gegen die englische Stempelsteuer auf einer Ulme zwei Strohpuppen aufgeh\u00e4ngt wurden, entwickelten sich mit B\u00e4ndern und Fahnen geschm\u00fcckte Freiheitsb\u00e4ume \u00fcberall zum Symbol der Revolution.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in der 1848er Revolution wurden in \u00d6sterreich wieder Freiheitsb\u00e4ume errichtet. Sie wurden zum Symbol der nach der Aufhebung der feudalen Grundherrschaft neu eingerichteten demokratischen Ortsgemeinden. In der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts wandelte sich das revolution\u00e4re Signal immer mehr zum Zeichen von deutschnationalem Volkstum und nordisch verstandenem Neuheidentum. Die Nationalsozialisten konnten hier nahtlos ankn\u00fcpfen.<\/p>\n\n\n\n<p>1938 wurde auf dem Linzer Hauptplatz nach langen Jahren der Absenz mit gro\u00dfem Pomp ein mit&nbsp;Hakenkreuz geschm\u00fcckter Maibaum aufgestellt. Noch lange nach 1945 sahen die Stadt Linz und ihr aufrechter B\u00fcrgermeister Ernst Koref im Maibaumbrauchtum nicht nur ein antiquiertes, zu einer modernen Industriestadt nicht passendes Relikt, sondern auch den Geist von 1938.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bilder aus der dunkelsten Zeit 1938 &#8211; 1939<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Brauchtum wurde seit jeher von den h\u00f6chsten Stellen ausgenutzt. Zum einen um ihren Veranstaltungen einen bodenst\u00e4ndigen, sch\u00f6nen Eindruck zu vermittelt und zum anderen um diesen Personenkreis ein Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl zu vermitteln. Auch die Nationalsozialisten taten dies wie man auf nachstehenden Bilder aus dem Jahre 1938 und 1939 sehen kann. Zum Verg\u00f6\u00dfern einfach Bild anklicken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"350\" data-id=\"1065\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/maibaum1939_2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1065\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/maibaum1939_2.jpg 500w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/maibaum1939_2-300x210.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"350\" data-id=\"1068\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/maibaum1938_1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1068\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/maibaum1938_1.jpg 500w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/maibaum1938_1-300x210.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"502\" height=\"350\" data-id=\"1066\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/maibaum1939_1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1066\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/maibaum1939_1.jpg 502w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/maibaum1939_1-300x209.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 502px) 100vw, 502px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"350\" data-id=\"1067\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/maibaum1938_2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1067\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/maibaum1938_2.jpg 500w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/maibaum1938_2-300x210.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><small>Die hier abgebildeten Bilder wurden uns vom Archiv der Landeshauptstadt Linz nicht kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt, sondern mu\u00dften angekauft werden (1.200,00 Schilling &#8211; 87,21 Euro). Vielen anderen Organisationen und auch Privatpersonen werden solche Bilder kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/small><\/p>\n\n\n\n<p>Erst 1976 durfte auf dem Linzer Hauptplatz wieder ein Maibaum aufgestellt werden. Aus dem einst hochpolitischen Zeichen ist damit auch in St\u00e4dten ein gern gesehener d\u00f6rflicher Event geworden.<\/p>\n\n\n\n<p><small><u>Quelle<\/u>: Professor Roman Sandgruber &#8211; Alltagsgeschichten <\/small><a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><small>www.ooegeschichte.at<\/small><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>1939 wurde der letzte Maibaum vor Ende des Zweiten Weltkrieges am Linzer Hauptbahnhof aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Maibr\u00e4uche<\/h3>\n\n\n\n<p>Maibr\u00e4uche beginnen in \u00d6sterreich bereits in der Nacht zum 1. Mai mit der &#8222;Unruhnacht&#8220; (Burschenschaft). Dabei werden geheime Liebschaften \u00f6ffentlich bekannt gemacht (&#8222;Maisteig&#8220;), unliebsamen Personen wird Ger\u00fcmpel vor die T\u00fcr gestellt. Das Aufstellen von Maib\u00e4umen (und Tafeln), geschm\u00fcckt mit Kranz und B\u00e4ndern, ist in ganz \u00d6sterreich verbreitet, urspr\u00fcnglich als Ehrenzeichen f\u00fcr M\u00e4dchen bzw. Honoratioren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 1. Beleg eines Maibaums stammt von 1466, im 17. Jahrhundert war er verboten, erst im 19. Jahrhundert kam er wieder in Mode. Um den Maibaum entwickelten sich Brauchtum und Volksfeste (Maibaumkraxeln, -stehlen). Das Maibaumstehlen wird juristisch als Brauchtum verstanden, wenn der Maibaum rechtzeitig und in voller Pracht wieder zur\u00fcckgegeben wird, das Umschneiden nach der Aufstellung kann strafrechtlich verfolgt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Um das Stehlen zu verhindern, werden Maib\u00e4ume in der Nacht von den Burschen bewacht. Der Maibaum galt im Mittelalter als Rechtssymbol (Festbaum, Kirtagsbaum), wandelte sich sp\u00e4ter zum Liebes- und Ehrenzeichen f\u00fcr M\u00e4dchen und erst unter dem Nationalsozialismus zum Dorfsymbol.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><small><u>Quelle<\/u>: \u00d6sterreich Lexikon <\/small><a href=\"http:\/\/www.aeiou.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><small>www.aeiou.at<\/small><\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Maiandacht<\/h3>\n\n\n\n<p>Die kirchliche Maiandacht wurde durch eigene Volksandachten, Seitenst\u00fccke des d\u00f6rflichen &#8222;Maibetens&#8220;, erg\u00e4nzt. Vor der kleinen Mariahilfkapelle trafen sich allabendlich Marienverehrer zu gemeinsamen Beten und Singen und in der Rieseneder-Kapelle in Urfahr geschieht dies heute noch. Die alten Marienlieder der Maiandachten stellen ein wertvolles St\u00fcck Volksgut dar. Der 1. Mai diente in Linz auch seit alters her zu Wanderungen in die Fr\u00fchlingsnatur. Allgemeines<\/p>\n\n\n\n<p>Im 19. Jahrhundert verbreitete sich diese Andachtsform von Italien aus und setzte sich weltweit in der katholischen Kirche durch. In Deutschland fand die erste Maiandacht 1841 im Kloster der Guten Hirtinnen in M\u00fcnchen-Haidhausen statt. Die deutschen Di\u00f6zesen folgten innerhalb weniger Jahre: 1842 Aachen, 1844 Regensburg, 1847 Breslau und Rottenburg, 1850 K\u00f6ln und M\u00fcnster, 1851 Mainz, 1852 Paderborn, Osnabr\u00fcck und Speyer, vor 1855 Trier, 1855 Eichst\u00e4tt und Passau, 1858 Augsburg, Freiburg und W\u00fcrzburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war es in Deutschland \u00fcblich, dass auch jede Familie im Monat Mai zu Hause einen \u201eMaialtar&#8220; (rheinisch: \u201eMaialt\u00e4rchen&#8220;) aufbaute: Eine blumengeschm\u00fcckte Marienstatue (u. a. mit Maigl\u00f6ckchen) etwa im Herrgottswinkel, ein zus\u00e4tzliches Ave-Maria zum Morgen-, Tisch- oder Abendgebet und der \u201eEngel-des-Herrn&#8220; um 12 Uhr galten als \u00fcblich. Der Monatsname Mai wurde im Deutschen nach dem lateinischen maius gebildet (vgl. mhd. meie, ahd. meio, ital. maggio, frz. mai). Als Namensgeber wird ein altitalischer Gott Maius vermutet, der Besch\u00fctzer des Wachstums gewesen sein soll. Andere Bezeichungen: mensis Marie (Italien), Wunnimanoth, Winnemonat, Wonnemond.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 1. Mai galt als offizieller Sommerauftakt. Nur nat\u00fcrlich war es deshalb, dass sich der Vortag, der 30. April, als Winterabschied mit entsprechendem Jahresendbrauchtum und Elementen des Wintervertreibens verband. In der \u201eWalpurgisnacht&#8220; muss L\u00e4rm gemacht werden, um die Hexen und D\u00e4monen zu vertreiben; Tanz, Essen und Trinken bieten hierzu ausreichend Gelegenheit. Bei dieser Festivit\u00e4t wird vielerorts der \u201eMaibaum&#8220; &#8211; durch die Freiwillige Feuerwehr, die Sch\u00fctzen o. a. &#8211; aufgestellt. In allen Kulturen und Religionen symbolisiert der Baum das Leben; deshalb sind B\u00e4ume G\u00f6ttersitze, befinden sich heilige Orte in Hainen, entstehen Gerichtslinde und Maibaum<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Dokumente<\/h3>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/bibliografie\/Benda+R+u+Adalbert+Depiny\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Benda, R. u. Adalbert Depiny<\/a>: Philippisetzen und Maibaum. In: Heimatgaue. <a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/bibliografie\/1920\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">1920.<\/a><br>Volltext: <a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/uploads\/tx_iafbibliografiedb\/hg1920_1921_0252-0253.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hg1920_1921_0252-0253.pdf 665 Kb<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/bibliografie\/Commenda+Annemarie\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Commenda, Annemarie<\/a>: Maibaumstehlen. In: Heimatgaue. <a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/bibliografie\/1936\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">1936.<\/a><br>Volltext: <a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/uploads\/tx_iafbibliografiedb\/hg1936_3_4_0164-0165.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hg1936_3_4_0164-0165.pdf 351 Kb<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/bibliografie\/Commenda+Hans\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Commenda, Hans<\/a>: Zum Brauchtum des Maibaums. In: Ober\u00f6sterreichische Heimatbl\u00e4tter. <a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/bibliografie\/1947\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">1947.<\/a><br>Volltext: <a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/uploads\/tx_iafbibliografiedb\/hbl1947_3_271-275.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hbl1947_3_271-275.pdf 516 Kb<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/bibliografie\/Depiny+Adalbert\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Depiny, Adalbert<\/a>: Der Maibaum in Ober\u00f6sterreich. In: Heimatgaue. <a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/bibliografie\/1929\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">1929.<\/a><br>Volltext: <a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/uploads\/tx_iafbibliografiedb\/hg1929_1_0070-0073.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hg1929_1_0070-0073.pdf 782 Kb<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/bibliografie\/Depiny+Adalbert\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Depiny, Adalbert<\/a>: Vom Maibaum, Weihnachtsbuschen und Fronleichamsschmuck. In: Heimatgaue. <a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/bibliografie\/1934\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">1934.<\/a><br>Volltext: <a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\/uploads\/tx_iafbibliografiedb\/hg1934_1_2_0072-0076.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hg1934_1_2_0072-0076.pdf 589 Kb<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Quelle:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.ooegeschichte.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><small>www.ooegeschichte.at<\/small><\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Linzer Maibaum seit 1976<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"263\" height=\"350\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1077\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb5.jpg 263w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb5-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Der damaliger Verbandsobmann, <strong>Konsulent Franz Lehner,&nbsp;<\/strong>bem\u00fchte sich um die Wiedereinf\u00fchrung dieses Brauches. Einerseits war man ja skeptisch, denn der vorletzte Maibaum wurde <a href=\"https:\/\/trachtler.at\/pages\/aktivitaeten\/--linzer-maibaum\/mb-ab-1976\/bilder-1938-1939.php\">1938<\/a> von der Hitlerjugend auf der Westseite des Hauptplatzes (In unmittelbarer N\u00e4he der Pests\u00e4ule Richtung S\u00fcden) und der letzte&nbsp;Maibaum <a href=\"https:\/\/trachtler.at\/pages\/aktivitaeten\/--linzer-maibaum\/mb-ab-1976\/bilder-1938-1939.php\">1939<\/a> vor dem Linzer Bahnhof&nbsp;aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Entsprechend der zu dieser schrecklichen Zeit (1939-1945, 2. Weltkrieg)&nbsp;vorherrschenden falschen Ideologie waren alle Kr\u00e4nze und Girlanden mit Hakenkreuzsymbolen verziehrt. An diese schrecklichen Erlebnisse wollte man nicht ankn\u00fcpfen. Sozusagen ein absoluter Drahtseilakt.&nbsp;Man wollte mit allen Mitteln wieder wahres Brauchtum und nicht schlimme Erinnerungen&nbsp;nach Linz bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits waren damals Kulturverantwortliche der Landeshauptstadt Linz der Meinung, dass Linz eine Industriestadt sei und daher das Maibaumbrauchtum keine Relevanz habe, schon gar nicht auf dem Linzer Hauptplatz. Dies wurde sp\u00e4ter durch den damaligen Leiter vom Kulturamt der Stadt Linz, Senatsrat Dr. Gerold Maar \u00f6ffentlich revidiert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch konnte sich nach langen Gespr\u00e4chen und Diskussionen mit dem Stadtsenat der Landeshauptstadt Linz die Meinungen von Kons. Franz Lehner und GF Ferdinand Nittmann durchsetzen. Im Jahre 1976 wurde dann der erste Maibaum nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Linz aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Diese M\u00e4nner brachten den Maibaum wieder auf den Linzer Hauptplatz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-group wp-container-content-69bc4bdf\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"253\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/lehner-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1080\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">Kons. Franz Lehner<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"253\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/nittmann.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1079\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">GF Ferdinand Nittmann<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"253\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/stadler.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1078\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">EO Otto Stadler<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Hilfe kam aus der heimischen Wirtschaft<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Dir. Ferdinand Nittmann<\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer vom Quelle Kaufhaus am Hauptplatz (fr\u00fcher Kraus &amp; Schober), hatte eine Reihe von Ideen zur Belebung vom Hauptplatz und in der Domgasse umgesetzt und war 1976 ebenfalls daran interessiert, einen Maibaum am Hautplatz zu situieren &#8211; dies war eine spontane Idee. Der damalige Linzer B\u00fcrgermeister Hofrat Franz Hillinger str\u00e4ubte sich anfangs etwas gegen diesen Plan, doch nach einer weiteren l\u00e4ngeren Besprechung sagte er zu.<\/p>\n\n\n\n<p>In weiteren Vorgespr\u00e4chen wurden Hofrat Prof. Dr. Wilfried Lipp, Prof. Dr. Gernot Sperner und Prof. Dr. Rudolf Fochler vom ORF (ein Volkskundler) \u00fcber dieses Brauchtum befragt, ob denn ein Kaufhaus ein Brauchtums-Initiator sein kann. Als Kontaktmann f\u00fcr die Umsetzung setzte sich Nittmann mit dem damaligen Obmann vom Heimatverein &#8222;D\u00b4 Innviertler z\u00b4 Linz&#8220;, heute&nbsp;<strong>Ehrenobmann Otto Stadler<\/strong>&nbsp;in Verbindung. Es gab allerdings keinen Plan dar\u00fcber, was unter dem Hauptplatz an Technik verlegt ist. Innerhalb 3 Tagen war es Nittmann gelungen, durch geeignete Arbeitskr\u00e4fte eine dementsprechende Grube, zum Maibaumaufstellen zu installieren. Das war gar nicht zur Freude von der Quelle bzw. deren Werbeabteilung. Nittmann setzte sich jedoch auch in diesem Bereich durch und der Erfolg gab ihm schlie\u00dflich recht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Medien wurden von der Wiederbelebung dieses Brauches informiert und hatten durch ihre Ank\u00fcndigungen unsere Arbeit bestens unterst\u00fctzt. Das Aufstellen selbst war durch die seitliche Verdrahtung zur Oberleitung der Stra\u00dfenbahn zwar schwierig, aber mit einigem Geschick ging es doch. Von Anfang an wurde jedoch der Verband der Heimat- und Trachtenvereine Linz und Umgebung mit der Organisation beauftragt, sehr zur Freude von Verbandsobmann <strong>Kons. Franz Lehner<\/strong> und Landesverbandsobmann Kons. Josef Hirz. Ohne der tatkr\u00e4ftigen Unterst\u00fctzung durch Otto Stadler und den M\u00e4nnern aus den Trachtenvereinen w\u00e4re es aber nicht angelaufen, auch die Frauen hatten ihren Anteil, schm\u00fcckten sie doch 3 Jahre den Maibaum.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Informationen rund um den Linzer Maibaum<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Besonderheiten<\/h3>\n\n\n\n<p>Jede Tradition hat seine Besonderheiten. Hier meinen wir allerdings mit Besonderheiten Dinge, welche au\u00dfergew\u00f6hnlich waren. Dinge, die einfach passiert sind und uns zum Nachdenken angeregt haben.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Maibaumstehlen 1976<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Maibaum im Jahre 1977 auf dem Linzer Hauptplatz ist eine Spende des Verbandes an die Stadt Linz. Unter den Kl\u00e4ngen der Musikkapelle Walding stemmen M\u00e4nner aus 12 Mitgliedervereinen den aus dem K\u00fcrnberger Wald stammenden Maibaum hoch. Noch in der gleichen Nacht wird der Baum, altem Brauch entsprechend, gestohlen. Nach langem Suchen wird er vor dem Haus von Maria Keimelmayr entdeckt (Hirzigut an der Landwiedstra\u00dfe) und als Diebe die Mitglieder der Vereine:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Heimatverein D` Innviertler z\u00b4 Linz<\/li>\n\n\n\n<li>Trachtenverein D` Linzer Holzknecht<\/li>\n\n\n\n<li>Trachtenverein Donautal Leonding<\/li>\n\n\n\n<li>Landsmannschaft der Steirer<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>ausgeforscht. Die Diebe werden verurteilt, den Baum wieder auf den Hauptplatz zu bringen, was unter gro\u00dfem Hallo geschieht, um ihn am 4. Mai 1977 wieder aufzustellen. Nun wird der Baum Vizeb\u00fcrgermeister Samhaber \u00fcbergeben, der ihn in die Obhut der Landeshauptstadt \u00fcbernimmt und die Diebe anschlie\u00dfend in den Stadtkeller einl\u00e4dt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bank\u00fcberfall beim Maibaumstehlen 1978<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Maibaum 1978 f\u00fcr den Linzer Hauptplatz kommt aus dem K\u00fcrnberger Wald und ist eine Spende des Stiftes Wilhering. Leider ist es nicht m\u00f6glich, den Maibaum wie geplant beim Schillerplatz zu schm\u00fccken, da kurz vorher ein Mann in der N\u00e4he eine Bank \u00fcberfiel und mehrere Geiseln gefangen h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ganze Gegend wimmelt verst\u00e4ndlicherweise von Polizisten, sodass der Maibaum von den Frauen aus den Verbandsvereinen unter der Leitung von Gmoamutter Heindl-Oberndorfer auf dem Stadionvorplatz geschm\u00fcckt werden muss. Auch der festliche Zug \u00fcber die Landstra\u00dfe kann nur teilweise erfolgen, aber schlie\u00dflich gelangt der Maibaum doch auf den Hauptplatz, wo er von den Burschen aus mehreren Verbandsvereinen aufgestellt und der Landeshauptstadt, vertreten von den Vizeb\u00fcrgermeistern Franz Samhaber und Hans Lala, \u00fcbergeben wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Jugendgruppe des Heimat- und Trachtenvereines Traun f\u00fchrt um den Baum den Bandeltanz auf, der viel Beifall findet. Der Maibaum wird von der Musikkapelle St. Magdalena brauchtumsm\u00e4\u00dfig gestohlen, jedoch besch\u00e4digt, sodass er gest\u00fcckelt mit Eisenbandagen wieder zum Hauptplatz gebracht wird. Die Verhandlungen um die Ausl\u00f6se im Gasthaus Reichl, St. Magdalena, waren schwierig, weil Bgm. Hillinger keine Freude daran hatte. Letztlich konnte Ferdinand Nittmann ihn doch \u00fcberzeugen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Maibaum 1979 &#8211; 200 Jahre Innviertel bei \u00d6sterreich<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Maibaum 1979 f\u00fcr den Linzer Hauptplatz kommt als Spende aus Obernberg am Inn anl\u00e4sslich des Jubil\u00e4ums &#8222;200 Jahre Innviertel bei \u00d6sterreich&#8220;. Ab diesem Jahr wird j\u00e4hrlich der Maibaum der Landeshauptstadt Linz aus einem anderen Viertel gespendet. Der geschm\u00fcckte Baum wird im feierlichen Zug \u00fcber die Landstra\u00dfe zum Hauptplatz gebracht und dort von der Volkstanzgruppe Obernberg aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Feierlich gestaltet sich die \u00dcbergabe des Maibaumes durch den B\u00fcrgermeister von Obernberg, Alois Fritz, an den B\u00fcrgermeister von Linz, Franz Hillinger. Um den Maibaum wird musiziert und getanzt, die Innviertler z\u00b4 Linz haben ein Standl mit Pofesen, Krapfen, Most, Schnaps und belegten Broten aufgebaut. Die Verbandsjugend f\u00fchrte einen Auftanz auf, unterst\u00fctzt von der Musikkapelle Obernberg. Zuschauer und Akteure waren u.a. die Vizeb\u00fcrgermeister Samhaber und Lala, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Quelle Kaufhauses Ferdinand Nittmann sowie die Funktion\u00e4re des Landesverbandes mit Obmann Konsulent Josef Hirz.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Maibaum 1979 &#8211; Parteipolitik bei Trachtlern gibt es nicht<\/h4>\n\n\n\n<p>Die JUNGE \u00d6VP von Puchenau entf\u00fchrte den Maibaum am Vormittag des 1. Mai, als sich die Spitze des Maiaufmarsches dem Taubenmarkt n\u00e4herte. B\u00fcrgermeister Hillinger lehnte Verhandlungen ab, da dies ein politisches Lausbubenst\u00fcck war und nichts mit Brauchtum zu tun hatte. Der Verband protestierte gegen diese Aktion, die Maibaumveranstaltungen konnten nicht durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Maibaumfestzug 1980<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Maibaum 1980 wird beim Brucknerhaus fertig geschm\u00fcckt und dann mit einem Festzug \u00fcber die Untere Donaul\u00e4nde zum Hauptplatz gebracht. Als Spendergemeinde ist Vorderwei\u00dfenbach vermerkt. Der Festzug geht \u00fcber die Landstra\u00dfe zum Hauptplatz.<\/p>\n\n\n\n<p>In den meisten F\u00e4llen wurde der Maibaum mit einem Lastkraftwagen transportiert, einmal (1986) mit dem Transportschiff &#8222;Rosenburg&#8220; und einmal (1990) mit einem Sonderzug von Wernstein. Ab dem Schillerplatz wurde der Maibaum dann mit Traktor oder Pferdegespann zum Hauptplatz gebracht, einmal (1983 &#8211; Neuhofen) h\u00e4ndisch.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Maibaumstehlen seit 1998<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Maibaum wurde bisher 6-mal gestohlen: 1976, 1977, 1979, 1987, 1998 und 2008. Einmal wurde er nicht ausgel\u00f6st (1979). Das gr\u00f6\u00dfte mediale Echo gab es 1998 und 2008.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">1998<\/h5>\n\n\n\n<p>Der Maibaum wurde trotz Bewachung mit einem Kranwagen und Gewaltanwendung gestohlen. Teilnehmer erlitten gesundheitliche Sch\u00e4den, sogar PKWs wurden besch\u00e4digt. B\u00fcrgermeister Dr. Franz Dobusch l\u00f6ste den Maibaum nicht aus, die stellvertretenden B\u00fcrgermeister Karl Bl\u00f6chl und Franz Obermayr \u00fcbernahmen dies. Das Ereignis f\u00fchrte zu gro\u00dfem medialem Echo.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">2008<\/h5>\n\n\n\n<p>Der Maibaum wurde von der Landjugend Reichenau im M\u00fchlkreis entf\u00fchrt. Es gab erneut ein enormes mediales Echo und Differenzen zwischen Kulturorganisationen, die sp\u00e4ter beigelegt wurden.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">2021<\/h5>\n\n\n\n<p>Der Maibaum, gespendet von Neumarkt im M\u00fchlkreis, wurde pandemiebedingt nur im Rahmen einer \u00dcbung der Berufsfeuerwehr Linz aufgestellt und anschlie\u00dfend von Dieben aus Steinbruch \/ Neufelden gestohlen. Aufgrund der Pandemieeinschr\u00e4nkungen und Regelverst\u00f6\u00dfe wurde der Maibaum nicht wieder ausgel\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Linz schenkt einen Maibaum<\/h4>\n\n\n\n<p>1994 spendete die Stadt Linz anl\u00e4sslich der Landesausstellung &#8222;Die Donau&#8220; einen Maibaum. Er wurde von Linz nach Engelhartszell transportiert und dort von Heimatvereinen und Musikvereinen geschm\u00fcckt und aufgestellt. Vizeb\u00fcrgermeister Dr. Reinhard Dyk \u00fcbergab den Maibaum an B\u00fcrgermeister Landtagsabgeordneten Friedrich Bernhofer. Volkst\u00e4nze und Musik begleiteten die Veranstaltung.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Maibaumbrauchtum mit den ClinkClowns<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Mitgliedervereine des Verbandes unterst\u00fctzen soziale Organisationen wie die Multiple Sklerose Vereinigung Ober\u00f6sterreich und die CliniClowns, die kranke Kinder in Linzer Spit\u00e4lern besuchen und unterhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Jede Tradition hat seine Besonderheiten. Hier meinen wir allerdings mit Besonderheiten Dinge, welche au\u00dfergew\u00f6hnlich waren. Dinge die einfach passiert sind und uns zum Nachdenken angeregt haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Beschaffenheit des Linzer Maibaumes<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Maibaum ist seit eh und je eine gut gewachsene Fichte aus Ober\u00f6sterreichischem Anbau. Der Maibaum am Linzer Hauptplatz darf samt Wipfel eine Gesamtl\u00e4nge von 23 Meter nicht \u00fcberschreiten. Der maximale Durchmesser auf der Bodenseite darf nicht mehr als 30 Zentimeter betragen, damit der Baum in den Stahlmantel im Maibaumloch passt. Die Fixierung und Ausrichtung wird durch die Verwendung von Holzkeilen bewerkstelligt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"263\" data-id=\"1092\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb6.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1092\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb6.jpg 350w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb6-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"263\" data-id=\"1091\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb7.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1091\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb7.jpg 350w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb7-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Standardm\u00e4\u00dfig hat der Maibaum 3 Metallringe, welche mit Fichtengirlanden und Papierblumen geschm\u00fcckt sind, als Zierde. Der Baumstumpf wird ebenfalls mit einer Girlande, zumeist mit Blumen, geschm\u00fcckt. Grunds\u00e4tzlich werden die Kr\u00e4nze und Girlande mit Rosen oder F\u00e4hnchen geschm\u00fcckt (entweder rot-wei\u00df oder in Gemeindefarbe). Ein Schild zur Herkunft des Baumes mit dem Namen des Spenders oder der Spendergemeinde wird nach dem Aufstellen befestigt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Aufstellen des Linzer Maibaumes<\/h3>\n\n\n\n<p>Der Maibaum am Linzer Hauptplatz wird grunds\u00e4tzlich mit der Hand aufgestellt, was auch der \u00d6sterreichischen Maibaumtradition entspricht. Als Hilfswerkzeuge werden sogenannte &#8222;Spie\u00dfer&#8220; und \/ oder &#8222;Schwoabln&#8220; &#8211; auch &#8222;Goa\u00dfn&#8220; genannt, verwendet. Die Holzwerkzeuge haben unterschiedliche L\u00e4ngen und werden durch die Linzer Vereine der jeweiligen Gastgemeinde zur Verf\u00fcgung gestellt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"263\" data-id=\"1100\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb9.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1100\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb9.jpg 350w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb9-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aufstellen mit Spie\u00dfer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"263\" data-id=\"1101\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb8.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1101\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb8.jpg 350w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb8-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aufstellen mit Schwoabeln<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Die Schwoabln sind durch Stricke miteinander verbunden. Diese beiden so miteinander verbundenen H\u00f6lzer werden zum St\u00fctzen und Heben verwendet. Relativ neu sind die Spiesser. Diese sind Einzeln zu verwenden und haben an einem Ende einen Eisendorn, teilweise durch Auffangeisen umgeben. Mit diesen wird der Baum &#8222;aufgespie\u00dft&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das j\u00e4hrliche Maibaumbegleitprogramm<\/h3>\n\n\n\n<p>gliedert sich grunds\u00e4tzlich in zwei Veranstaltungspunkte. Zum einen die im Mai stattfindenden Mait\u00e4nze um den Linzer Maibaum welche an einem Freitag oder Samstag stattfinden und der traditionellen Wanderung in der Maibaumspendergemeinde am Nationalfeiertag.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>W\u00f6chentlicher Maitanz im Mai<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Der Verband der Heimat- und Trachtenvereine organisiert jeweils im Mai ein Begleitprogramm zum Maibaumbrauchtum am Linzer Hauptplatz. S\u00e4mtliche Mitgliedervereine des Verbandes wird die M\u00f6glichkeit geboten, aktiv an diesem teilzunehmen. Die Veranstaltung findet entweder an einem Freitag oder an einem Samstag statt. Der Name der Veranstaltung &#8222;<strong><em>Tanz um den Maibaum<\/em><\/strong>&#8220; kennzeichnet schon die t\u00e4nzerische Note der Veranstaltung. Volkstanz gepaart mit Volksmusik am Linzer Hauptplatz soll gezeigt und geh\u00f6rt werden. Zus\u00e4tzlich steht es jedem Mitgliederverein frei, einen Verkaufs- und\/oder Infostand aufzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeiten der Aufstellung sind mit dem Maibaumverantwortlichen des Verbandes im Vorfeld abzukl\u00e4ren (z.B. Verkauf ab 14 Uhr &#8211; Tanz ab 16:30 Uhr und Ende um 18 Uhr). Es wird ausdr\u00fccklich darauf hingewiesen, dass es keine automatische Vergabe dieser Veranstaltung an Vereine gibt. Jeder Verein welcher mitmachen und sich pr\u00e4sentieren will, muss sich zeitgerecht beim Maibaumverantwortlichen melden. Die Kosten f\u00fcr die Beistellung einer Musikgruppe wird durch den Verband \u00fcbernommen. Zahlungen an einen Verein f\u00fcr diese Darbietung gibt es grunds\u00e4tzlich nicht, ausgenommen die Musik wird durch den Verein gestellt! Auch freuen wir uns \u00fcber Meldungen f\u00fcr die Maibaumwache ! Gegenw\u00e4rtig wird die Veranstaltung mit der RLB O\u00d6 und dem O\u00d6 Heimatwerk als Sponsor durchgef\u00fchrt. Die Sponsorgelder werden ausschlie\u00dflich f\u00fcr die Musikdarbietung und Administration beim Maibaum verwendet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"263\" data-id=\"1114\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb15.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1114\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb15.jpg 350w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb15-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"577\" height=\"433\" data-id=\"1115\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Maitanz1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1115\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Maitanz1.jpg 577w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Maitanz1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 577px) 100vw, 577px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verbandswandertag in der Maibaumspendergemeinde<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich hatte der Verband der Heimat- und Trachtenvereine Linz und Umgebung am 26. Oktober jeden Jahres einen Verbandswandertag, welcher in eine ausgew\u00e4hlte Gemeinde f\u00fchrte. Seit dem Jahr 1981 f\u00fchrt dieser Verbandswandertag definitiv in die jeweilige Maibaumspendergemeinde. Durch diese neue Zielrichtung ist es gelungen, dass Verh\u00e4ltnis zwischen Stadt und Land (Gemeinden) erheblich zu f\u00f6rdern und zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Bewachung<\/h3>\n\n\n\n<p>Allgemein gilt in Linz die Regel, dass der Maibaum nur in den ersten drei N\u00e4chten nach dem Aufstellen  gestohlen werden kann. Daher wird der Maibaum gut bewacht, was in den bisherigen Jahren meistens gelang. Zum Gro\u00dfteil ist das Wachen immer eine lustige Angelegenheit. Es bedarf schon viel an \u00dcberredungskunst, um die gesamte Wache &#8222;wegzulocken&#8220;, was bisher zweimal gelang.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"263\" data-id=\"1104\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb11.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1104\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb11.jpg 350w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb11-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"263\" data-id=\"1105\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb10.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1105\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb10.jpg 350w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb10-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Traditionell wird der Maibaum die erste Nacht von der Spendergemeinde bewacht, die restlichen N\u00e4chte von Vereinen aus dem Verband Linz und Umgebung. Verschiedentlich wurde dieser Brauch allerdings durch die &#8222;Maibaumstehler&#8220; falsch verstanden und mit Gewalt versucht, diesen traditionelle &#8222;Diebstahl&#8220; durchzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Maibaumstehlen in Linz<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Maibaumstehlen in Linz hat bereits eine lange Tradition. Allerdings mu\u00df unterschieden werden, wo der Maibaum aufgestellt wird. Damit es zu keinen unliebsamen Zwischenf\u00e4llen kommen kann, hier ein kleiner Auszug aus dem Gepflogenheiten des Maibaumstehlens im Gro\u00dfraum Linz an der Donau:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Maibaum am Linzer Hauptplatz:<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Maibaum wird zumeist durch eine Gemeinde den B\u00fcrgern der Landeshauptstadt gespendet. Das bedeutet, dass die Stadt Linz auch Besitzer dieses Maibaumes ist. Dieser wird jeweils am 30. April am Linzer Hauptplatz aufgestellt und \u00fcber drei Tage hinweg auch bewacht. In der ersten Nacht durch die jeweilige Maibaumspendergemeinde und in den drei darauffolgenden N\u00e4chten durch Ortsvereine und Organisationen aus Linz. W\u00e4hrend dieser drei Tage ist das Stehlen des Maibaumes als Brauchtum anzusehen. Au\u00dferhalb dieser drei Tage nicht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\"><strong>Es gilt in Linz somit nicht das Datum 1. Mai des Aufstellungsjahres,<br>sondern der Tag des Maibaumaufstellens an Linzer Hauptplatz<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-red-color\">Das Maibaumaufstellen am Linzer Hauptplatz am 1. Mai ist auf Grund der Maiaufm\u00e4rsche in Linz nicht m\u00f6glich und wurde durch die Landeshauptstadt Linz untersagt.<\/mark><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Art des Stehlens:<\/h4>\n\n\n\n<p>Der Maibaum soll in althergebrachter Art und Weise h\u00e4ndisch umgelegt werden. Der Einsatz von Motors\u00e4gen sowie die Anwendung von Gewalt gegen\u00fcber Personen und Sachen wird als verwerflich angesehen und kann auch strafrechtliche Folgen nach sich ziehen. Seit 1976 wurde der Linzer Maibaum 7mal gestohlen (1976, 1977, 1979, 1987, 1998, 2008 und zuletzt 2021).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Verhandlungen:<\/h4>\n\n\n\n<p>Verhandlungen \u00fcber den gestohlenen Maibaum sind grunds\u00e4tzlich mit dem Linzer Trachtenverband im Zusammenarbeit mit dem Stadtsenat der Landeshauptstadt Linz zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Schmeissen des Linzer Maibaumes<\/h3>\n\n\n\n<p>Traditionell wurde der Linzer Maibaum von Hand aufgestellt und auch wieder umgelegt. Dies erfolgte mit den Schwoabeln und Spie\u00dfern. Im Jahre 1980 wurde durch die Stadt Linz der Aufstellungsplatz geringf\u00fcgig ge\u00e4ndert. Dies hatte zur Folge das sich zwar die von unserem Verband eingeforderte Fallrichtung ge\u00e4ndert, aber die beantragte Maibaumhalterung nicht eingebaut wurde. Aus dieser einfachen Betonr\u00f6hre mu\u00dfte der Baum mit einer Winde zuerst h\u00e4ndisch ca. 1 1\/2 Meter angehoben und in die richtige Neigung gebracht werden. Dies war eine \u00e4u\u00dfert genaue und vor allem gef\u00e4hrliche Arbeit. Dem st\u00e4ndigen Dr\u00e4ngen unseres Verbandes um eine neue, den Sicherheitsstandards entsprechende Maibaumhalterung wurde seitens der Stadt Linz &#8211; obwohl durch unseren Verband statische Gutachten und die Baupl\u00e4ne beigebracht (und auch bezahlt) wurde- bis Heute nicht beigetreten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"263\" data-id=\"1109\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb12.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1109\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb12.jpg 350w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb12-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"263\" data-id=\"1108\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb13.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1108\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb13.jpg 350w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb13-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>1988 geschah dann was alle Maibaumaufsteller extrem f\u00fcrchteten. Der Baum war bereits in der richtigen Neigung und die Spiesser waren platziert, als die einfache Betonhalterung im obersten Bereich auseinander brach. Umvermittelt kam das gesamte Gewicht des Maibaumes (\u00fcber 1 Tonne) auf die Spiesser. Unter dieser unvermittelten Last brachen diese wie Zahnstocher. Der Baum fiel unvermittelter Dinge unkontrolliert zu Boden. Gott sei Dank gab es keinen Personenschaden, aber die Oberleitung der Stra\u00dfenbahn wurde starkt in Mitleidenschaft gezogen. Zuschauer waren zufolge der Absperrung nicht in Gefahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Folgerichtig beschlossen die Funktion\u00e4re des Verbandes zufolge des stark erh\u00f6hten Riskos seit der Neugestaltung des Aufstellungsplatzes den Maibaum nun nicht mehr h\u00e4ndisch umzulegen. Vom Jahr 1989 bis 2012 wurde der Maibaum von der st\u00e4dtischen Berufsfeuerwehr mit Hilfe von Drehleiter und einer angebrachten Manschette aus dem Loch gezogen und umgelegt. Mitarbeiter des st\u00e4dtischen Tiefbauamt und Gartenamt schneiden den Baum zurecht, sodass er dann sp\u00e4ter f\u00fcr andere Zwecke von der Stadt verwendet werden kann. Das Holz des Linzer Maibaumes wird f\u00fcr die Gestaltung von Kinderspielpl\u00e4tzen verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2013 hat diese Aufgabe das st\u00e4dtische Tiefbauamt mit dem Gartenamt alleine \u00fcbernommen. Das Holz des Linzer Maibaumes wird weiterhin f\u00fcr die Gestaltung der \u00f6ffentlichen Spielpl\u00e4tze genutzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Maibaumverantwortliche Personen des Verbandes<\/h3>\n\n\n\n<p>In den bisherigen Jahren der Linzer Maibaumtradition seit 1976 gab es nur 4 Hauptverantwortliche, die vor Ort f\u00fcr die gesamte Organisation des Ablaufes zust\u00e4ndig waren. Zu diesen Aufgaben z\u00e4hlen die Herstellung der Kontakte zum Bezirksverwaltungsamt, zum B\u00fcro des B\u00fcrgermeister, zu den Verantwortlichen der Linzer Polizei, der Linz Linien und zu den Vorgespr\u00e4chen in den Gemeinden. Seit 1988 gibt es dazu eine eigene Checkliste die in den Vorgespr\u00e4chen mit der Maibaum-Spendergemeinde eingesetzt wird und damit ein Leitfaden f\u00fcr die gesamte Veranstaltung ist. Pro Jahr sind dazu etwa 100 und manchmal noch mehr verschiedene Kontakte n\u00f6tig. Teilweise sind es bis zu drei verschiedene Gemeinden pro Jahr, in denen die einzelnen Vereinbarungen miteinander besprochen werden. Selbstverst\u00e4ndlich wird auch daf\u00fcr Sorge getragen, da\u00df auch f\u00fcr die k\u00fcnftigen Jahre die n\u00e4chsten Gemeinden schon fixiert sind.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"200\" height=\"253\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/lehner-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1095\" style=\"aspect-ratio:2\/3;object-fit:cover;width:auto;height:243px\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">1976 &#8211; 1987<br>Kons. Franz Lehner<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group wp-container-content-69bc4bdf\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"113\" height=\"151\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/radhuber.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1119\" style=\"aspect-ratio:2\/3;object-fit:cover;width:auto;height:243px\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">1988 &#8211; 2001<br>Kons. Ingo G\u00fcnter Radhuber<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"113\" height=\"151\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/weyermueller.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1120\" style=\"aspect-ratio:2\/3;object-fit:cover;width:auto;height:243px\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">2002 &#8211; 2013<br>Kons. Rudolf Weyerm\u00fcller<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"219\" height=\"301\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/vo_kreutler_guenther_2013.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1118\" style=\"width:auto;height:243px\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">2014 &#8211; lfd.<br>Kons. G\u00fcnther Kreutler<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Sponsoren des Linzer Maibaumes<\/h3>\n\n\n\n<p>In der Geschichte des Maibaums am Hauptplatz sind bisher einige Sponsoren vermerkt, ohne deren Hilfe dieses Brauchtum nicht so leicht durchf\u00fchrbar w\u00e4re. Die Unterst\u00fctzung ist finanzieller Art, aber auch dadurch, da\u00df diese H\u00e4user verschiedene Kosten \u00fcbernommen haben, wie Getr\u00e4nke f\u00fcr Musik, Ehreng\u00e4ste, Maibaumwachen. Weiters wurden uns Strom- und Wasseranschluss zur Verf\u00fcgung gestellt und in den ersten Jahren konnten wir auch im hauseigenen Restaurant nach getaner Arbeit eine verdiente Jause konsumieren, bzw. verschiedene R\u00e4umlichkeiten nutzen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-grid wp-container-core-group-is-layout-b757edec wp-block-group-is-layout-grid\">\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<div style=\"height:81px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"166\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/rlb_ooe_logo_pos_CMYK_002-1-1024x166.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1124\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/rlb_ooe_logo_pos_CMYK_002-1-1024x166.jpg 1024w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/rlb_ooe_logo_pos_CMYK_002-1-300x49.jpg 300w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/rlb_ooe_logo_pos_CMYK_002-1-768x125.jpg 768w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/rlb_ooe_logo_pos_CMYK_002-1-1536x250.jpg 1536w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/rlb_ooe_logo_pos_CMYK_002-1-2048x333.jpg 2048w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/rlb_ooe_logo_pos_CMYK_002-1-1140x185.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"909\" height=\"460\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Heimatwerk_Logo_Blau_RGB_SCREEN-003-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1125\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Heimatwerk_Logo_Blau_RGB_SCREEN-003-1.png 909w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Heimatwerk_Logo_Blau_RGB_SCREEN-003-1-300x152.png 300w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Heimatwerk_Logo_Blau_RGB_SCREEN-003-1-768x389.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 909px) 100vw, 909px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\" style=\"margin-right:var(--wp--preset--spacing--60);margin-left:var(--wp--preset--spacing--60)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"263\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb17.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1126\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb17.jpg 350w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb17-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full wp-container-content-1b8dee80\" style=\"margin-top:0;margin-right:var(--wp--preset--spacing--40);margin-bottom:0;margin-left:var(--wp--preset--spacing--40)\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"263\" src=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb16.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1127\" style=\"object-fit:cover\" srcset=\"https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb16.jpg 350w, https:\/\/trachtler.at\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/mb16-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Stellvertretend f\u00fcr die Sponsoren danken wir Herrn <strong>GF Ferdinand Nittmann<\/strong>, seitens der Quelle AG und Herrn <strong>GenDir. Heinrich Richter <\/strong>(Woolworth) f\u00fcr diese gro\u00dfe Hilfe. Zur wesentlichen Unterst\u00fctzung z\u00e4hlen wir auch die Landeshauptstadt Linz, die im Anschluss an das Maibaumaufstellen die jeweilige Spendergemeinde in das Rathaus am Hauptplatz einl\u00e4dt (kurzfristig waren wir einige Jahre auch im Neuen Rathaus Urfahr) und dort den Verantwortlichen Geschenke zum Dank der Maibaumspende \u00fcberreicht, stellvertretend danken wir daf\u00fcr Herrn B\u00fcrgermeister der Landeshauptstadt Linz.<br>Dankeswerterweise unterst\u00fctzt auch die O\u00d6 Raiffeisenlandesbank und das O\u00d6 Heimatwerk seit einigen Jahren wieder diese sch\u00f6ne Tradition am Linzer Hauptplatz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>kann schon auf eine sehr lange Tradition zur\u00fcckgreifen. Aufzeichnungen zufolge kann das Maibaumaufstellen sogar bis in das 17. Jahrhundert r\u00fcckverfolgt werden. Die Gr\u00fcnde einen Maibaum aufzustellen haben sich allerdings in all den vielen Jahren oft gewandelt. Hier versuchen wir \u00fcber das Brauchtum des Maibaumes in Linz ausf\u00fchrlich zu berichten. Im Jahre 1976 \u00fcbernahm unser Trachtenverband, offiziell vom Linzer B\u00fcrgermeister nominiert, als Instrument der Kulturszene Linz die Administration rund um das Maibaumaufstellen f\u00fcr die Stadt Linz. Seit dem Jahr 1979&nbsp;spendet j\u00e4hrlich eine O\u00d6 Gemeinde den Maibaum f\u00fcr die Landeshauptstadt Linz. Bisherige Spendergemeinden des Linzer Maibaums Ihre Gemeinde m\u00f6chte der Landeshauptstadt Linz gerne einen Maibaum spenden? Bitte melden Sie sich unter office@trachtler.at Spenden von Privatpersonen oder Vereinigungen finden leider keine Ber\u00fccksichtigung! Maib\u00e4ume in Linz Das Aufstellen eines Maibaumes ist in unserer Landeshauptstadt Linz nicht nur dem Verband vorbehalten. Gerade in den einzelnen Stadtteilen werden Maib\u00e4ume durch unsere Mitgliedervereine aufgestellt. Unsere Vereine zeichnen sich au\u00dferordentlich in den Detailsarbeiten zu diesen j\u00e4hrlich stattfindendem Brauchtum aus und arbeiten mit viel Liebe an Ihren Maib\u00e4umen. Man mu\u00df allerdings auch sagen, dass auch viele ausw\u00e4rtige Mitgliedervereine Maib\u00e4ume aufstellen. So wurde zum Beispiel der Trachtenverein Neuhofen an der Krems &#8222;Maibaumkaiser&#8220; des Jahres 2000. Maib\u00e4ume wurden wie folgt aufgestellt: &#8211; Heimatverein D` Innviertler z` Linz &#8211; Neue Heimat &#8211; Trachtenverein D` Linzer Holzknecht &#8211; Bindermichl &#8211; Heimat- und Trachtenverein Ebelsberg &#8211; Ebelsberg &#8211; Trachtenverein Altst\u00e4dter Bauerngmoa &#8211; Innere Stadt Sehr zur Freude unseres Verbandes findet das Maibaumbrauchtum in den Stadtteilen gro\u00dfen Anklang und wird durch die Bev\u00f6lkerung gut angenommen. Speziell die Patenvereine Innviertler und Holzknecht arbeiten schon sehr lange immer gemeinsam beim Maibaumbrauchtum. Miteinander wird ausgesucht, geschnitten, transportiert, aufgestellt und beim Maifest auch gefeiert. Ein gutes Beispiel das es gemeinsam besser geht als alleine. Aufgrund der Tatsache, dass Maib\u00e4ume immer wieder nicht brauchtumsm\u00e4\u00dfig gestohlen wurden (liegend, zus\u00e4gt, etc.) sowie der Tatsache, dass die Vereinsmitglieder immer \u00e4lter werden, haben sich die Vereine D&#8217;Innviertler z&#8217;Linz und Linzer Holzknecht (zu hohe Verwaltungsabgaben) im Jahr 2017 entschlossen, dieses Brauchtum nicht mehr in der Landeshauptstadt Linz durchzuf\u00fchren. Geschichte des Maibaumes und der Maibr\u00e4uche Die Geschichte des Maibaumes und der entsprechenden Maibr\u00e4uche&nbsp;ist eine sehr lange. Hier haben&nbsp;wir versucht, allgemeines&nbsp;Wissen \u00fcber das Brauchtum&nbsp;des Maibaumes zusammenzutragen. Maib\u00e4ume Maib\u00e4ume haben eine komplizierte Geschichte. Der Brauch ist ja einigerma\u00dfen bizarr: Mitten im gr\u00fcnenden Fr\u00fchling werden B\u00e4ume gef\u00e4llt, entrindet, m\u00fchsam wieder aufgestellt, mit Kr\u00e4nzen und nahrhaften Troph\u00e4en beh\u00e4ngt, umtanzt und beklettert, rituell gestohlen und aufgeregt bewacht. B\u00e4ume aufzustellen ist f\u00fcr viele Anl\u00e4sse belegt: zu Weihnacht, zu Neujahr, zu Lichtmess, zu Pfingsten und eben auch im Mai. Der Maibaum-Brauch muss uralt sein. Maib\u00e4ume sind schon im 13. Jahrhundert urkundlich belegt. Man begegnet ihnen in fast ganz Europa, aber auch au\u00dferhalb. Die Symbolik ist vieldeutig: Vertreibung der b\u00f6sen Geister, Lob und R\u00fcge f\u00fcr die M\u00e4dchen im Dorfe und Ehrenbezeigung f\u00fcr die Honoratioren. Doch ihre wirkliche Geschichte ist eine politische Geschichte. Der Maibaum war einst ein Hexenbaum. Bei den Hexenverfolgern des 17. Jahrhunderts, die \u00fcberall und jederzeit, und besonders in der Walpurgisnacht vom 30. April zum 1. Mai, die Umtriebe der b\u00f6sen Geister vermuteten, fand der Maibaum besondere F\u00f6rderung. Der Stamm des Baumes musste dabei sorgf\u00e4ltig abgesch\u00e4lt sein, damit die \u201eHexen sich nicht unter der Rinde festsetzen\u201c k\u00f6nnen. Solcher Aberglauben war auch der Hauptgrund, dass das Maibaumsetzen von den Aufkl\u00e4rern des 18. Jahrhunderts h\u00e4ufig verboten wurde. In Linz, um ein Beispiel zu nennen, war das Maibaumaufstellen seit 1733 untersagt. Die Amerikanische und die Franz\u00f6sische Revolution brachten ein Neuerwachen des Maibaumkults: Ausgehend von Boston, wo 1765 aus Protest gegen die englische Stempelsteuer auf einer Ulme zwei Strohpuppen aufgeh\u00e4ngt wurden, entwickelten sich mit B\u00e4ndern und Fahnen geschm\u00fcckte Freiheitsb\u00e4ume \u00fcberall zum Symbol der Revolution. Auch in der 1848er Revolution wurden in \u00d6sterreich wieder Freiheitsb\u00e4ume errichtet. Sie wurden zum Symbol der nach der Aufhebung der feudalen Grundherrschaft neu eingerichteten demokratischen Ortsgemeinden. In der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts wandelte sich das revolution\u00e4re Signal immer mehr zum Zeichen von deutschnationalem Volkstum und nordisch verstandenem Neuheidentum. Die Nationalsozialisten konnten hier nahtlos ankn\u00fcpfen. 1938 wurde auf dem Linzer Hauptplatz nach langen Jahren der Absenz mit gro\u00dfem Pomp ein mit&nbsp;Hakenkreuz geschm\u00fcckter Maibaum aufgestellt. Noch lange nach 1945 sahen die Stadt Linz und ihr aufrechter B\u00fcrgermeister Ernst Koref im Maibaumbrauchtum nicht nur ein antiquiertes, zu einer modernen Industriestadt nicht passendes Relikt, sondern auch den Geist von 1938. Bilder aus der dunkelsten Zeit 1938 &#8211; 1939 Brauchtum wurde seit jeher von den h\u00f6chsten Stellen ausgenutzt. Zum einen um ihren Veranstaltungen einen bodenst\u00e4ndigen, sch\u00f6nen Eindruck zu vermittelt und zum anderen um diesen Personenkreis ein Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl zu vermitteln. Auch die Nationalsozialisten taten dies wie man auf nachstehenden Bilder aus dem Jahre 1938 und 1939 sehen kann. Zum Verg\u00f6\u00dfern einfach Bild anklicken. Die hier abgebildeten Bilder wurden uns vom Archiv der Landeshauptstadt Linz nicht kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt, sondern mu\u00dften angekauft werden (1.200,00 Schilling &#8211; 87,21 Euro). Vielen anderen Organisationen und auch Privatpersonen werden solche Bilder kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt. Erst 1976 durfte auf dem Linzer Hauptplatz wieder ein Maibaum aufgestellt werden. Aus dem einst hochpolitischen Zeichen ist damit auch in St\u00e4dten ein gern gesehener d\u00f6rflicher Event geworden. Quelle: Professor Roman Sandgruber &#8211; Alltagsgeschichten www.ooegeschichte.at 1939 wurde der letzte Maibaum vor Ende des Zweiten Weltkrieges am Linzer Hauptbahnhof aufgestellt. Maibr\u00e4uche Maibr\u00e4uche beginnen in \u00d6sterreich bereits in der Nacht zum 1. Mai mit der &#8222;Unruhnacht&#8220; (Burschenschaft). Dabei werden geheime Liebschaften \u00f6ffentlich bekannt gemacht (&#8222;Maisteig&#8220;), unliebsamen Personen wird Ger\u00fcmpel vor die T\u00fcr gestellt. Das Aufstellen von Maib\u00e4umen (und Tafeln), geschm\u00fcckt mit Kranz und B\u00e4ndern, ist in ganz \u00d6sterreich verbreitet, urspr\u00fcnglich als Ehrenzeichen f\u00fcr M\u00e4dchen bzw. Honoratioren. Der 1. Beleg eines Maibaums stammt von 1466, im 17. Jahrhundert war er verboten, erst im 19. Jahrhundert kam er wieder in Mode. Um den Maibaum entwickelten sich Brauchtum und Volksfeste (Maibaumkraxeln, -stehlen). Das Maibaumstehlen wird juristisch als Brauchtum verstanden, wenn der Maibaum rechtzeitig und in voller Pracht wieder zur\u00fcckgegeben wird, das Umschneiden nach der Aufstellung kann strafrechtlich verfolgt werden. Um das Stehlen zu verhindern, werden Maib\u00e4ume in der Nacht von den Burschen bewacht. Der Maibaum galt im Mittelalter als Rechtssymbol (Festbaum, Kirtagsbaum), wandelte sich sp\u00e4ter zum Liebes- und Ehrenzeichen f\u00fcr M\u00e4dchen und erst unter dem Nationalsozialismus zum Dorfsymbol.&nbsp; Quelle: \u00d6sterreich Lexikon www.aeiou.at Maiandacht Die kirchliche Maiandacht wurde durch eigene Volksandachten, Seitenst\u00fccke des d\u00f6rflichen &#8222;Maibetens&#8220;, erg\u00e4nzt. Vor der kleinen Mariahilfkapelle trafen sich allabendlich Marienverehrer zu gemeinsamen Beten und Singen und in der Rieseneder-Kapelle in Urfahr geschieht dies heute noch. Die alten Marienlieder der Maiandachten stellen ein wertvolles St\u00fcck Volksgut dar. Der 1. Mai diente in Linz auch seit alters her zu Wanderungen in die Fr\u00fchlingsnatur. Allgemeines Im 19. Jahrhundert verbreitete sich diese Andachtsform von Italien aus und setzte sich weltweit in der katholischen Kirche durch. In Deutschland fand die erste Maiandacht 1841 im Kloster der Guten Hirtinnen in M\u00fcnchen-Haidhausen statt. Die deutschen Di\u00f6zesen folgten innerhalb weniger Jahre: 1842 Aachen, 1844 Regensburg, 1847 Breslau und Rottenburg, 1850 K\u00f6ln und M\u00fcnster, 1851 Mainz, 1852 Paderborn, Osnabr\u00fcck und Speyer, vor 1855 Trier, 1855 Eichst\u00e4tt und Passau, 1858 Augsburg, Freiburg und W\u00fcrzburg. Bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war es in Deutschland \u00fcblich, dass auch jede Familie im Monat Mai zu Hause einen \u201eMaialtar&#8220; (rheinisch: \u201eMaialt\u00e4rchen&#8220;) aufbaute: Eine blumengeschm\u00fcckte Marienstatue (u. a. mit Maigl\u00f6ckchen) etwa im Herrgottswinkel, ein zus\u00e4tzliches Ave-Maria zum Morgen-, Tisch- oder Abendgebet und der \u201eEngel-des-Herrn&#8220; um 12 Uhr galten als \u00fcblich. Der Monatsname Mai wurde im Deutschen nach dem lateinischen maius gebildet (vgl. mhd. meie, ahd. meio, ital. maggio, frz. mai). Als Namensgeber wird ein altitalischer Gott Maius vermutet, der Besch\u00fctzer des Wachstums gewesen sein soll. Andere Bezeichungen: mensis Marie (Italien), Wunnimanoth, Winnemonat, Wonnemond. Der 1. Mai galt als offizieller Sommerauftakt. Nur nat\u00fcrlich war es deshalb, dass sich der Vortag, der 30. April, als Winterabschied mit entsprechendem Jahresendbrauchtum und Elementen des Wintervertreibens verband. In der \u201eWalpurgisnacht&#8220; muss L\u00e4rm gemacht werden, um die Hexen und D\u00e4monen zu vertreiben; Tanz, Essen und Trinken bieten hierzu ausreichend Gelegenheit. Bei dieser Festivit\u00e4t wird vielerorts der \u201eMaibaum&#8220; &#8211; durch die Freiwillige Feuerwehr, die Sch\u00fctzen o. a. &#8211; aufgestellt. In allen Kulturen und Religionen symbolisiert der Baum das Leben; deshalb sind B\u00e4ume G\u00f6ttersitze, befinden sich heilige Orte in Hainen, entstehen Gerichtslinde und Maibaum Dokumente Benda, R. u. Adalbert Depiny: Philippisetzen und Maibaum. In: Heimatgaue. 1920.Volltext: hg1920_1921_0252-0253.pdf 665 Kb Commenda, Annemarie: Maibaumstehlen. In: Heimatgaue. 1936.Volltext: hg1936_3_4_0164-0165.pdf 351 Kb Commenda, Hans: Zum Brauchtum des Maibaums. In: Ober\u00f6sterreichische Heimatbl\u00e4tter. 1947.Volltext: hbl1947_3_271-275.pdf 516 Kb Depiny, Adalbert: Der Maibaum in Ober\u00f6sterreich. In: Heimatgaue. 1929.Volltext: hg1929_1_0070-0073.pdf 782 Kb Depiny, Adalbert: Vom Maibaum, Weihnachtsbuschen und Fronleichamsschmuck. In: Heimatgaue. 1934.Volltext: hg1934_1_2_0072-0076.pdf 589 Kb Quelle:&nbsp;www.ooegeschichte.at Der Linzer Maibaum seit 1976 Der damaliger Verbandsobmann, Konsulent Franz Lehner,&nbsp;bem\u00fchte sich um die Wiedereinf\u00fchrung dieses Brauches. Einerseits war man ja skeptisch, denn der vorletzte Maibaum wurde 1938 von der Hitlerjugend auf der Westseite des Hauptplatzes (In unmittelbarer N\u00e4he der Pests\u00e4ule Richtung S\u00fcden) und der letzte&nbsp;Maibaum 1939 vor dem Linzer Bahnhof&nbsp;aufgestellt. Entsprechend der zu dieser schrecklichen Zeit (1939-1945, 2. Weltkrieg)&nbsp;vorherrschenden falschen Ideologie waren alle Kr\u00e4nze und Girlanden mit Hakenkreuzsymbolen verziehrt. An diese schrecklichen Erlebnisse wollte man nicht ankn\u00fcpfen. Sozusagen ein absoluter Drahtseilakt.&nbsp;Man wollte mit allen Mitteln wieder wahres Brauchtum und nicht schlimme Erinnerungen&nbsp;nach Linz bringen. Andererseits waren damals Kulturverantwortliche der Landeshauptstadt Linz der Meinung, dass Linz eine Industriestadt sei und daher das Maibaumbrauchtum keine Relevanz habe, schon gar nicht auf dem Linzer Hauptplatz. Dies wurde sp\u00e4ter durch den damaligen Leiter vom Kulturamt der Stadt Linz, Senatsrat Dr. Gerold Maar \u00f6ffentlich revidiert.&nbsp; Dennoch konnte sich nach langen Gespr\u00e4chen und Diskussionen mit dem Stadtsenat der Landeshauptstadt Linz die Meinungen von Kons. Franz Lehner und GF Ferdinand Nittmann durchsetzen. Im Jahre 1976 wurde dann der erste Maibaum nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Linz aufgestellt. Diese M\u00e4nner brachten den Maibaum wieder auf den Linzer Hauptplatz Kons. Franz Lehner GF Ferdinand Nittmann EO Otto Stadler Die Hilfe kam aus der heimischen Wirtschaft Dir. Ferdinand Nittmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer vom Quelle Kaufhaus am Hauptplatz (fr\u00fcher Kraus &amp; Schober), hatte eine Reihe von Ideen zur Belebung vom Hauptplatz und in der Domgasse umgesetzt und war 1976 ebenfalls daran interessiert, einen Maibaum am Hautplatz zu situieren &#8211; dies war eine spontane Idee. Der damalige Linzer B\u00fcrgermeister Hofrat Franz Hillinger str\u00e4ubte sich anfangs etwas gegen diesen Plan, doch nach einer weiteren l\u00e4ngeren Besprechung sagte er zu. In weiteren Vorgespr\u00e4chen wurden Hofrat Prof. Dr. Wilfried Lipp, Prof. Dr. Gernot Sperner und Prof. Dr. Rudolf Fochler vom ORF (ein Volkskundler) \u00fcber dieses Brauchtum befragt, ob denn ein Kaufhaus ein Brauchtums-Initiator sein kann. Als Kontaktmann f\u00fcr die Umsetzung setzte sich Nittmann mit dem damaligen Obmann vom Heimatverein &#8222;D\u00b4 Innviertler z\u00b4 Linz&#8220;, heute&nbsp;Ehrenobmann Otto Stadler&nbsp;in Verbindung. Es gab allerdings keinen Plan dar\u00fcber, was unter dem Hauptplatz an Technik verlegt ist. Innerhalb 3 Tagen war es Nittmann gelungen, durch geeignete Arbeitskr\u00e4fte eine dementsprechende Grube, zum Maibaumaufstellen zu installieren. Das war gar nicht zur Freude von der Quelle bzw. deren Werbeabteilung. Nittmann setzte sich jedoch auch in diesem Bereich durch und der Erfolg gab ihm schlie\u00dflich recht. Die Medien wurden von der Wiederbelebung dieses Brauches informiert und hatten durch ihre Ank\u00fcndigungen unsere Arbeit bestens unterst\u00fctzt. Das Aufstellen selbst war durch die seitliche Verdrahtung zur Oberleitung der Stra\u00dfenbahn zwar schwierig, aber mit einigem Geschick ging es doch. Von Anfang an wurde jedoch der Verband der Heimat- und Trachtenvereine Linz und Umgebung mit der Organisation beauftragt, sehr zur Freude von Verbandsobmann Kons. Franz Lehner und Landesverbandsobmann Kons. Josef Hirz. Ohne der tatkr\u00e4ftigen Unterst\u00fctzung durch Otto Stadler und den M\u00e4nnern aus den Trachtenvereinen w\u00e4re es aber nicht angelaufen, auch die Frauen hatten ihren Anteil, schm\u00fcckten sie doch 3 Jahre den Maibaum. Informationen rund um den Linzer Maibaum Besonderheiten Jede Tradition hat seine Besonderheiten. Hier meinen wir allerdings mit Besonderheiten Dinge, welche au\u00dfergew\u00f6hnlich waren. Dinge, die einfach passiert sind und uns zum Nachdenken angeregt haben. Maibaumstehlen 1976 Der Maibaum im Jahre 1977 auf dem Linzer Hauptplatz ist eine Spende des Verbandes an die Stadt Linz. Unter den Kl\u00e4ngen der Musikkapelle Walding stemmen M\u00e4nner aus 12 Mitgliedervereinen den aus dem K\u00fcrnberger Wald stammenden Maibaum hoch. Noch in der gleichen Nacht wird der Baum, altem Brauch entsprechend, gestohlen. Nach langem Suchen wird er vor dem Haus von Maria Keimelmayr entdeckt (Hirzigut an der Landwiedstra\u00dfe) und als Diebe die Mitglieder der Vereine: ausgeforscht. 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